Evaluationen im deutschen Wissenschaftssystem

Anmeldeschluss: 22.02.2019 Jetzt anmelden

Anmeldungen werden bis zum 15. Februar 2019 erbeten

Information

Evaluationen sind im deutschen Wissenschaftssystem allgegenwärtig und werden seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise eingesetzt, um Entscheidungen nicht nur über einzelne Projekte, sondern über Personen und Institutionen vorzubereiten oder abzusichern. Auf der Tagung, die mit Unterstützung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft durchgeführt wird, sollen in Vorträgen und Podiumsdiskussionen sowohl aktuelle Fragen, die sich aus dem Einsatz von Evaluationen ergeben, als auch die systemischen Wirkungen von Evaluationen im allgemeinen diskutiert werden.

Mit Blick auf das für alle Hochschulen relevante Tenure-Track-Programm des Bundes widmet sich der Eröffnungsvortrag der Frage, welche rechtlichen Anforderungen an die Auswahl und Evaluation von Professorinnen und Professoren im Tenure-Track-Verfahren zu stellen sind. In einem weiteren Vortrag werden Chancen und Risiken von metrischen Verfahren bei Evaluationen im Wissenschaftssystem dargestellt. Die anschließende Podiumsdiskussion widmet sich der Frage, welche Rückwirkungen Evaluationen auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Individuen, aber auch auf Institutionen und damit das Wissenschaftssystem insgesamt haben.

Der zweite Tag wird mit der Frage eröffnet, ob Forschungsfreiheit und Datenschutz bei Evaluationen der Lehr- und Forschungsleistungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Konflikt stehen. Anschließend wird in einem Vortrag ausgelotet, wie die Qualitätssicherung im deutschen Wissenschaftssystem durch DFG und Wissenschaftsrat funktioniert. Ausgehend von den Erfahrungen mit Evaluationen insbesondere in der Forschungsförderung soll in der abschließenden Podiumsdiskussion gefragt werden: Wie könnte eine „DFG“ für die Lehre funktionieren?

Im Rahmen der Tagung wird der der vom Verein für deutsches und internationales Wissenschaftsrecht alle zwei Jahre ausgelobte und mit 10.000 € dotierte Preis für Wissenschaftsrecht verliehen. Preisträgerin ist Priv.-Doz. Dr. Margrit Seckelmann, die für Ihre Habilitationsschrift „Evaluation und Recht. Strukturen, Prozesse und Legitimationsfragen staatlicher Wissensgewinnung durch (Wissenschafts-)Evaluationen“ (Mohr Siebeck 2018) ausgezeichnet wird.

Donnerstag, 7. März 2019

13.00
Eröffnung

13.15
(inkl. Diskussion; Moderation: Prof. Dr. Volker Epping)
Rechtliche Anforderungen an die Auswahl und Evaluation im Tenure-Track-Verfahren
NN


14.30 
(inkl. Diskussion, Moderation: Prof. Dr. Ulrike Gutheil)
Valuing science and scholarship in the era of big data
Prof. Dr. Paul Wouters, Universität Leiden


15.45
Kaffeepause


16.15
Verleihung des Preises für Wissenschaftsrecht an Privatdozentin Dr. Margrit Seckelmann
für die Habilitationsschrift „Evaluation und Recht. Strukturen, Prozesse und Legitimationsfragen staatlicher Wissensgewinnung durch (Wissenschafts-)Evaluationen“

Einführung:
Prof. Ulf Pallme König, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des deutschen und internationalen Wissenschaftsrechts, Kanzler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf a. D.

Laudator:
Prof. Dr. Max-Emanuel Geis, Universität Erlangen-Nürnberg

Dankesworte:
PD Dr. Margit Seckelmann, Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung


17.00
Podiumsdiskussion
Viel Stress – für welche Wirkung? Wie Evaluationen sich auf die Arbeit von Wissenschaftler*innen und Forschungseinrichtungen auswirken.
Diskussionsleitung:
Jan-Martin Wiarda, Wissenschaftsjournalist
Diskutant*innen:
Prof. Dr. Stefan Hornbostel, Humboldt-Universität Berlin
PD Dr. Margrit Seckelmann, Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung
Prof. Dr. Dorothea Wagner, Karlsruher Institut für Technologie, Mitglied des Wissenschaftsrates

 

Freitag, 8. März 2019

8.30
(inkl. Diskussion, Moderation: Dr. Hubert Detmer)
Forschungsfreiheit und Datenschutz im Konflikt? Lehr- und Forschungsevaluationen auf dem Prüfstand
Prof. Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann, LL.M., Universität Frankfurt

9.45
(inkl. Diskussion, Moderation: Dr. Stefan Schwartze)
Qualitätssicherung im deutschen Wissenschaftssystem durch DFG und Wissenschaftsrat
Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Wissenschaftlicher Vorstand Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ


11.00
Kaffeepause

11.30
Podiumsdiskussion
Wie könnte eine „DFG“ für die Lehre funktionieren?
Jan-Martin Wiarda, Wissenschaftsjournalist
Diskutant*innen:
Prof. Dr. Holger Burckhart, Universität Siegen, Rektor und Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz
Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Technische Hochschule Köln, Vizepräsidentin für Lehre und Studium
NN
13.00
Schlussbemerkung

13.15
gemeinsamer Imbiss

Dr. Stefan Schwartze
Administrativer Vorstand des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam

Prof. Dr. Ulrike Gutheil
Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Prof. Dr. Volker Epping
Präsident der Leibniz-Universität Hannover

Dr. Hubert Detmer
Stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbandes

Prof. Dr. Holger Burckhart
 Universität Siegen, Rektor und Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz

Prof. Dr. Max-Emanuel Geis
 Universität Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Sylvia Heuchemer
 Technische Hochschule Köln, Vizepräsidentin für Lehre und Studium

Prof. Dr. Stefan Hornbostel
Humboldt-Universität Berlin

Prof. Dr. Reinhard Hüttl
Wissenschaftlicher Vorstand des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum

PD Dr. Margrit Seckelmann
 Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung

Prof. Dr. Indra Spieker genannt Döhmann
 LL.M., Universität Frankfurt

Prof. Dr. Dorothea Wagner
 Karlsruher Institut für Technologie, Mitglied des Wissenschaftsrats

Jan-Martin Wiarda
 Wissenschaftsjournalist

Prof. Dr. Paul Wouters
Universität Leiden

Tagungsort
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leibniz-Saal
Jägerstraße 22/23 | 10117 Berlin

Teilnahmebeitrag
300,- EUR
250,- EUR, sofern eine Institution zwei oder mehr Teilnehmer*innen entsendet
200,- EUR für Vereinsmitglieder

Die Rechnung liegt der Tagungsmappe bei. Im Falle einer Absage
der Teilnahme wird eine Bearbeitungsgebühr erhoben, sofern kein*e Ersatzteilnehmer*in benannt wird. Sie beträgt 20 % des Teilnahmebeitrags bei einer Absage bis zum 28.Februar 2019 und bei einer späteren Abmeldung bzw. Nichterscheinen 50 % des Teilnahmebeitrags.

Die Rechnung liegt der Tagungsmappe bei. Im Falle einer Absage
der Teilnahme wird eine Bearbeitungsgebühr erhoben, sofern kein*e Ersatzteilnehmer*in benannt wird. Sie beträgt 20 % des Teilnahmebeitrags bei einer Absage bis zum 28.Februar 2019 und bei einer späteren Abmeldung bzw. Nichterscheinen 50 % des Teilnahmebeitrags.

Unterbringung
Eine Auswahl an Hotels, mit denen ein Abrufkontingent vereinbart ist, wird in Kürze bekannt gegeben.

Bitte beachten Sie, dass zeitgleich die Internationale Tourismus-Börse in Berlin stattfindet, weshalb die meisten Hotels bereits stark ausgelastet sind und höhere Preise verlangen.

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